Das Xiaomi Mi 9 gilt allgemein als Flaggschiff Killer und das ist eigentlich Unsinn. Dennoch bietet es für wenig Geld erstaunlich viel performante Hardware und sieht dabei auch noch sehr gut aus. Mein Dank geht an Tradingshenzhen fürs Testgerät und ich würde sagen, wir steigen direkt ein!

*Link zum Produkt: http://bit.ly/2KCsrnz

Verarbeitung wie bei den teuren

Was Xiaomi gerade beim eigenen Flaggschiff in den letzten Jahren perfektioniert hat, ist ohne Frage die hochwertige Verarbeitung, das Design und das gesamte Look and Feel. Die Verarbeitung ist von allen Seiten tadellos, und die Glasrückseite sieht nicht nur sehr schick aus, sondern fühlt sich auch super in der Hand an. Das Glas geht weich in den Aluminium Rahmen über und es gibt nirgends scharfe Kanten oder unschöne Übergänge. Geht dann das große 6,39 Zoll Full HD AMOLED-Display an, weiß man, hier wurde nicht am falschen Ende gespart.

Potente Hardware, wenn auch nicht überall

Um als Flaggschiff Killer zu gelten reicht für viele schon ein potenter Prozessor und den kann das Xiaomi Mi 9 problemlos bieten. Natürlich schlägt im Xiaomi Mi 9 ein Snapdragon 855 Octa-Core Herz, das mit satten 2,84 GHz taktet. Die Adreno 640 Grafikeinheit zaubert euch in jeder Lebenslage eine super Gamingperformance auf die Netzhaut und kann auch mit hohen Grafik-Anforderungen problemlos umgehen.

6 GB RAM bzw. 8 GB RAM könnten für ordentliches Multitasking sorgen, wäre die MIUI beim schließen der Hintergrund Apps, um den Akku zu schonen nicht sehr restriktiv.

64 GB oder wahlweise 128 GB interner Speicher, die nicht erweiterbar sind, stehen euch ebenfalls zur Verfügung. Bis hier her klingt alles schon mal sehr nach Flaggschiff.

Etwas gespart wurde bei der Displayauflösung, hier gibt es leider „nur“ Full HD, was aber gerade bei dem Preis voll in Ordnung ist.

Um das Mi 9 in eine Rennflunder zu verwandeln, musste man auch etwas an der Akkukapazität sparen und kommt ihr nur auf 3300 mAh, dafür ist das Mi 9 aber auch nur 7,61 mm dünn und fühlt sich sogar noch dünner an. Dank der bereits erwähnten etwas strengen Stromsparrichtlinien von MIUI kommt man mit dem Akku normaler Nutzung aber eigentlich gut durch den Tag bei. Dank Quickcharge 4+ könnt ihr das Mi 9 aber schnell wieder voll machen. Schade das kein passendes Quickcharge 4+ Netzteil beiliegt. Alternativ könnt ihr euer Mi 9 einfach auf ein Qi-Ladepad legen, denn dieses Mal ist auch kabelloses Laden an Bord, was ich extrem begrüße.

Etwas gespart wurde dann wieder an der Kamera, die auf dem Papier mit 48 Megapixeln extrem gut klingt, in der Praxis, je nach Licht, zwar auch durchaus überzeugen kann, aber noch nicht so gut ist, wie bei anderen deutlich teureren Flaggschiffen. Das liegt allerdings voraussichtlich nicht am Sensor, als viel mehr an der Software. Andere Hersteller holen aus dem gleichen Sensor einfach deutlich mehr heraus. Natürlich ist auch noch ein Teleobjektiv mit an Bord, da bekommt ihr 12 Megapixel geboten. Das aber wohl für mich beste, ist der neue Weitwinkel mit 16 Megapixel. Die 20 Megapixel Frontkamera sorgt ebenfalls für sehr schöne Selfies, vor allem wenn ihr etwas jünger wirken wollt, als ihr wirklich seid.

Die Alltagsperformance ist irre

Im Alltag ist die Performance vollkommen irre, egal wie viel Geld ihr sonst so für ein schnelles Smartphone investiert. Die MIUI rennt unfassbar schnell und abgesehen von einem OnePlus oder einem Google Pixel bekommt ihr so schnelles Android eigentlich nirgends zu sehen. Ich finde sogar, dass sich die MIUI noch etwas schneller anfühlt als das Pixel mit nacktem Android 9.

Das Display überzeugt richtig

Auch zum Display möchte ich gerne noch ein paar Worte verlieren. Das löst, wie bereits erwähnt zwar „nur“ mit Full HD auf, aber das hat natürlich auch zwei Vorteile. Es verbraucht weniger Strom und macht so eine höhere Akkulaufzeit möglich und saugt nicht unnötig an der Performance, da der Prozessor weniger arbeiten muss. Nicht das der Snapdragon 855 mit höheren Auflösungen überfordert wäre, aber dennoch macht es mehr Ressourcen frei. Das Panel kommt übrigens von Samsung und macht einen wirklich guten Eindruck. Die Farbwiedergabe ist wirklich top und es macht Spaß auf dieses Display zu schauen. In dem Preis/Leistungssegment würde ich es aktuell für eines der besten OLED-Displays halten. Als besonderes extra, wurde von Xiaomi sogar der Fingerabdruck Scanner unter dem Display verbaut. Der funktioniert soweit tadellos, wenn auch etwas langsamer als die klassischen Fingerabdrucksensoren. Nach wie vor finde ich das aber immer noch irgendwie cool. Lediglich im Dunkeln macht die Benutzung wenig Spaß, da hier nicht Ultraschall zum Einsatz kommt. Bedeutet euer Finger wird mit sehr hellem Licht identifiziert, ihr könnt euch grob Vorstellen wie angenehm das Nachts ist. Insgesamt funktioniert der Fingerabdrucksensor aber in 9 von 10 fällen sehr gut.

Fazit

Natürlich gibt es das Xiaomi Mi 9 auch wieder mit einer Global ROM die Deutsch unterstützt und auch Band 20 an Bord hat. Die für meinen Test vorliegende Version kostet bei Tradingshenzen 497 € und hier geht auch noch mal mein Dank an Tradingshenzen für das Testgerät raus, von dem ich mich nun schweren Herzens wieder trennen muss.

Mein Gesamtfazit fällt sehr positiv aus. Das Mi 9 bietet eigentlich alles was man braucht und das gepart mit massig Leistung für verhältnismäßig wenig Geld. Erwarten darf man lediglich nicht, dass auch die Kamera mit den ca. 300 Euro teureren Flaggschiffen anderer Hersteller mithalten kann. Ein paar Abstriche muss man auch bei der Akkugröße in kauf nehmen, bekommt dafür aber ein sehr flaches und schönes Smartphone in die Hand. Aber es kann ja nicht immer alles perfekt sein.

Das war es erstmal von mir und ich danke euch für eure Zeit. Lasst mich mal wissen was ihr vom Mi 9 haltet und ob ihr euch eines kaufen würdet, und wenn nicht warum nicht?

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