Das war die WWDC 2018 – Das ist macOS Mojave

Gestern ist die alljährliche Entwicklerkonferenz von Apple gestartet und ich habe euch ja bereits über das neue iOS 12 berichtet. Aber das war natürlich nicht alles, was Apple seinen Entwicklern auf der WWDC 2018 präsentierte. Natürlich gibt es auch dieses Jahr eine neue Version von macOS, das inzwischen bei Version 14 angekommen ist und auf den Namen Mojave hört.

macOS Mojave

Wie es sich für die letzten macOS Versionen gehört wurde auch hier wieder ein Name gewählt, der mit Sehenswürdigkeiten in den USA zu tun hat, bzw. mit einer Landschaft in den USA. Nach vielen Bergen entschied sich Apple nun für die Mojave Wüste, die auch das Standard Hintergrundbild des neuen macOS ziert. Auch bei macOS lag das Hauptaugenmerk auf Leistungsverbesserungen, ähnlich wie bei iOS 12. Doch auch hier gibt es natürlich einige neue Features, die ich euch hier vorstellen möchte.

Dark Mode

mcOS-Mojave-Dark-Mode

Es ist endlich so weit. Lange schon wünschen sich Nutzer von macOS einen echten Dark Mode und nun kommt er. Bei macOS Mojave wird es Nacht, wenn der Nutzer das möchte. Alle Fenster bekommen einen dunklen Anstrich und sorgen so für noch mehr Kontraste. Das funktioniert aber nicht nur in der Bilder App. Apple hat konsequent alle Apps für den Dark Mode angepasst. Also vom Kalender bis zum Finder ist alles schön dunkel.
Apps von anderen Anbietern können ebenfalls an den Dark Mode angepasst werden und diesen Nutzen, hier wird es in der Anfangszeit aber vermutlich noch einige Apps geben, die noch das helle Design verwenden.
Der Dark Mode kann aber auch automatisch nach und nach erfolgen. Bei Sonnenaufgang geht auch die Sonne bei macOS Mojave auf und je später der Abend um so dunkler wird euer macOS. Eine Spielerei, die aber irgendwie auch ziemlich cool ist.

Neue Finder Ansicht

macOS-Mojave-Gallery-View

Auch im Finder hat sich etwas getan. Eine komplett neue Ansicht kommt für euch dazu. Die neue Ansicht nennt sich Gallery View und bietet euch eine große Ansicht des ausgewählten Dokuments. Dabei ist es, egal ob es sich beim Dokument um ein Bild ein PDF oder eine andere Datei handelt. Außerdem erscheinen unter der großen Dokumentenvorschau alle weiteren Dokumente des Ordners in einer Miniaturansicht. Gerade für Bilder ist diese Ansicht natürlich besonders geeignet aber auch für PDFs ist es sicher sehr praktisch.
Neu ist nun auch, dass ihr euch die kompletten Meta Daten zu einer Datei anzeigen lassen könnt. Hierzu wird euch rechts eine Zeile im Fenster eingeblendet, in der ihr alle Informationen zum Dokument finden könnt.
Neu sind auch die Quick Actions, die sich unterhalb der Meta Daten befinden. Mit diesen Quick Actions könnt ihr direkt Bilder und Dokumente drehen, direkt etwas Markieren und einiges mehr. All das, ohne das ihr das Dokument wirklich geöffnet hättet. 
Genau hier geht Apple bei macOS Mojave aber noch einen Schritt weiter. Viele lieben und nutzen die Quick Look Funktion von macOS. Mit einem Tastendruck auf Space, wird euch eine Vorschau des markierten Dokuments gezeigt, ohne das ihr es öffnen müsst. Nun könnt ihr auch hier direkt Anpassungen am Dokument vornehmen, wenn ihr es nur im Quick Look geöffnet habt. Auch hier könnt ihr Dinge Markieren, Bilder und PDFs vergrößern und verkleinern sowie drehen. Audio und Video Dateien könnt ihr sogar im Quick Look schneiden und das Ganze dann direkt per Mail oder Airdrop versenden. Das alles noch einmal zur Erinnerung, ohne das Dokument wirklich in einer App geöffnet zu haben. Wirklich praktisch, wie ich finde.

macOS-Mojave-Quick-Look

Neue Screenshot Features

macOS-Mojave-Screenshot

Auch bei den Screenshots hat sich etwas getan. Bisher konnte man auf verschiedene Arten am Mac Screenshots machen. Den ganzen Bildschirm oder wahlweise nur einen definierten Teil. Nun geht es noch weiter. In macOS Mojave bekommt ihr neben den beiden bekannten Screenshot Möglichkeiten auch noch die Auswahl ein Screenshot von einem bestimmten Fenster zu machen oder direkt den ganzen Bildschirm als Video aufzuzeichnen oder auch hier nur einen bestimmten Teil, den ihr einrahmt, als Video aufzunehmen.

Continuity Camera

Continuity ist nichts Neues auf dem Mac. Schon jetzt gibt es eine Verbindung von iPhone zum Mac und synchronisiert Nachrichten, lässt euren Mac klingeln, wenn ein Anruf am iPhone eingeht oder ihr kopiert etwas am Mac und fügt es auf eurem iOS Gerät ein. Neu ist nun Continuity Camera. Bearbeitet ihr beispielsweise gerade eine Präsentation und benötigt ein Bild, das ihr noch erstellen müsst, könnt ihr direkt in Pages auf die Kamera eures iOS Gerätes zugreifen, ein Bild damit machen und dieses Bild landet direkt in eurer eben erstellten Präsentation, ohne das ihr erst noch Airdrop oder ähnliches anschmeißen müsst. Continuity Camera arbeitet mit den Apps Mail, Notes, Pages, Keynote, Numbers und einigen weiteren zusammen. Vorrangig aber natürlich erst mal die hauseigenen Apple Apps.

Stacks

Wer kennt es nicht, der Desktop ist für viele die erstbeste Müllhalde. Jedenfalls geht es mir oft so. Alles, was noch keinen festen Platz hat oder schnell gehen muss, landet erst mal auf dem Schreibtisch. Und dann soll es wegsortiert werden. Das passiert aber meist erst, wenn ich nichts mehr sehe. macOS Mojacve macht hier jetzt Ordnung für euch und sortiert für euch alle Desktop Dateien in sogenannte Stacks, also Stapel. Was genau in jedem Stack steckt, könnt ihr mit einem Klick sehen und so direkt wieder auf die Dateien zugreifen. sortiert wird hierbei nach Dateiformat. Alle Bilder kommen ordentlich auf einen Stapel genauso wie alle Dokumente. So herrscht schnell Ordnung auf eurem Schreibtisch.

iOS Apps auf dem Mac

Leider noch nicht für alle verfügbar, aber ab nächstes Jahr soll es iOS Apps auf dem Mac geben. Bereits jetzt testet Apple diese Funktion mit eigenen Apps und gibt die Funktion dann 2019 für die Entwickler frei. Hierzu zeigte Apple eine kurze Sneak Peak und gab an, das es ihr bestreben ist, es den Entwicklern so leicht wie möglich zu machen, iOS Apps auf den Mac zu bringen. Apple selbst bringt bereits 4 Apps vom iPhone auf das neue macOS Mojave. So gibt es nun Apple News, Apple Aktien, Apple Home und Voice Memos auf dem neuen macOS. Diese vier Apps kommen aus iOS und sind sozusagen die ersten Testversionen.

Neuer Anstrich für den Mac App Store

macOS-App-Store

Lange überfällig ist eine Überarbeitung des Mac App Stores. Dieser erstrahlt in macOS Mojave nun in ganz neuem Glanz und wurde komplett neu aufgebaut. Optisch angelehnt an iOS wurde viel wert auf eine saubere Sortierung gelegt und alles wirkt deutlich aufgeräumter. Mit einem Klick auf die Apps bekommt man nun viel mehr Informationen über die einzelnen Apps wie auch unter iOS.
Datenschutz wird groß geschrieben
In Sachen Datenschutz nimmt Apple in den vergangenen Jahren schon eine kleine Vorreiterrolle ein. Auch macOS Mojave geht hier wieder einen großen Schritt nach vorne. Ab sofort überwacht macOS automatisch welche App, auf was zugreifen möchte und informiert bei Bedarf. Geschützt werden vom neuen macOS folgende eurer Daten automatisch:

  • Standort
  • Kontakte
  • Fotos
  • Kalender
  • Erinnerungen
  • Kamera
  • Mikrofon
  • Mail Datenbank
  • iMessage Historie
  • Safari Daten
  • Time Machine Backups
  • iTunes Geräte Backups
  • System Cookies

Safari: Apple zeigt Facebook und Google den Stinkefinger

Neben den Daten auf eurem Mac, schützt Apple mit der neusten Safari Version eure Daten auch beim Surfen im Web. Damit zeigt Apple Facebook und Google den Stinkefinger. Denn der neue Safari Browser soll das sogenannte Fingerprinting verhindern. Zur kurzen Erklärung, jedes Gerät das sich im Internet bewegt ist einmalig und verfügt über einmalige Merkmale, die es identifizierbar machen. So können Unternehmen wie Google oder Facebook genau herausfinden, wer sich gerade auf Ihrer Seite bewegt. Es ist ein digitaler Fingerabdruck. Mit der neusten Safari Version ist damit allerdings Schluss, denn dann sehen alle Macs für Facebook und Google gleich aus. Es gibt keine einzigartigen Unterschiede mehr, die ausgelesen werden können, und somit keinen Fingerabdruck mehr. So ist euer Surfverhalten um einiges anonymer. Außerdem enthält Safari auch eine intelligente Tracking Prevention und schützt euch davor, das Daten z. B. über Like und Share Buttons auf Websites einfach weitergegeben werden können, ohne das ihr das wollt. Insgesamt ein wirklich großer Schritt in Richtung Anonymisierung und Datenschutz im Internet. Andere Browser sind hier noch weit hinterher aktuell.

Was meint ihr zu den neuen Features von macOS Mojave? Ich muss sagen, auf den ersten Blick macht macOS Mojave einen wirklich guten Eindruck auf mich. Zu bekommen ist es ab Herbst und wird wieder als kostenloses Update bereitgestellt werden. Vorab wird es auch wieder eine offene Beta geben. Bedenkt aber bitte, das ihr Betas nicht auf Produktivgeräten verwenden solltet.

Geek1elf!

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